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moderne geisterstädte

letzte woche wurde die ausstellung „moderne geisterstädte“ in der gallerie des architekturmuseums eröffnet und da hab ich natürlich ma vorbei geguckt.

die ausstellung, von brigitte schulz kuratiert zur bauwelt ausgabe 188, stellt fünf verschiedene moderne geisterstädte vor und beschäftigt sich mit der frage, warum menschen ihre städte verlassen und wie die zukunft aktueller metropolen aussehen kann?

pripjat – die ehemalige vorzeige siedlung der arbeiter des atomkraftwerks tschernobyl

hashima – die insel wurde zwischen 1887 und 1974 genutzt um unterseeisch kohle abzubauen. heute
dient sie als filmkulisse und inspiration für mangas.

new ordos“ – die chinesische stadt am rande der wüste gobi ist für 300.000 Menschen
ausgelegt und angeblich sind alle WE verkauft, es wohnt aber trotzdem
niemand da. die stadt steht für den wirtschaftlichen aufschwung und die
moderne des landes…soll stehen….naja wenn man’s kann wa.

neft dashlari – die aserbaidjanische inselstadt im kaspischen meer wurde von den sowjets gebaut, war
die erste und ist immer noch größte ölplattform der welt. zu neft dashlari wird
auch der dokumentarfilm „oil rocks“ von Marc Wolfensberger gezeigt.

varosha – der ehemalige tourismusort ist seit 1974 politisches druckmittel im zypernkonflikt
und wird immer noch vom türkischen militär bewacht.

ausserdem wird noch groß ankhor vorgestellt, die wohl größte siedlung der vorindustriellen zeit. die millionenstadt der khmer verfügte über ein ausgeklügeltes bewässerungssystem und wurde wahrscheinlich aufgrund von klimatischen veränderungen verlassen.

jede siedlung wird auf jeweils drei großen plakaten thematisiert, das heißt es gibt viel text, aber auch schöne bilder und kartenmaterial. ist aber nicht anstrengend, da alles aber wirklich gut aufbereitet und dargestellt ist. zu ende der wird noch auf bedrohungsszenarien verschiedener aktueller metropolen hingewiesen.

die ausstellung befindet sich in der gallerie des archtekturmuseums, hat noch bis zum 16.08.12 von montag bis donnerstag, 12-16 Uhr geöffnet und ist für umme. macht spass, ist interessant, kann man machen!

Straße des 17. Juni 150
am Ernst-Reuter-Platz
Raum A K176 (im Keller)

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