Kategorie: veranstaltung

guggenheim keck?…

Vorgestern habe ich mich aufgeregt. Ich hatte meine Sachen gepackt und wollte aus dem Haus gehen, da fiel mir auf das mein Fahrrad ja gar nicht im Hof steht sondern in in der Werkstatt. Ieeh, musste ich also den Bus nehmen.
Also raus auf die Street und zum M-twentyninerGhettoliner. Während meiner Fahrt sind mir mehrere Plakate mit Fragen aufgefallen, die ich gerade in meiner Situation nicht dumm fand. Fragen à la „Wieso müssen wir so viel Zeit aufwenden um von A nach B zu kommen?“ oder “ Warum machen wir nicht mehr selbst, anstatt ständig neues zu kaufen?“
Bei näherer Betrachtung konnte ich erkennen, dass die Plakate für das neue, viel debatierte Guggenheim Lab werben. Nun gut, die Diskussion habe ich nicht wirklich mitverfolgt und ich habe auch jetzt keine sonderlich große Lust, die ganzen Artikel nachzulesen.

Ein kurzer Blick auf den Blog „Guggenheim Lab verhindern“ verrät jedoch

„für den Kiez bedeutet das geplante „Lab“ eine weitere Aufwertung und eine Beschleunigung der ohnehin schon rasanten Mietsteigerungs- und Verdrängungsspirale. BMW hofft auf einen fetten Image-Zugewinn, und der Grundstückseigentümer natürlich auf eine schöne Wertsteigerung seines Grundstückes, auf dem in nicht so ferner Zukunft Luxuswohnungen entstehen sollen.“
( http://bmwlabverhindern.blogsport.de/hintergrund/ )

Ich glaube, zu dem Zeitpunkt sollte das mobile Labor zur Erforschung urbanen Stadtlebens noch nach Kreuzberg, jetzte ist es ja in Pberg angekommen.

Nun gut, Diskussionsbedarf besteht sicher. Ich hab mich damit noch nicht wirklich auseinander gesetzt, aber anstelle jetzte zu lesen und das dann wiedergekäut hier noch mal auszuspucken, geh ich selbst mal vorbei und gucks mir an das coole Läb.

Ich weiß noch nicht wann ich’s schaff, aber werdet davon hören.

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zur zukunft unserer architektonischen vergangenheit…

am samstag findet im erweiterungsbau der TU, hörsaal EB 202 statt, straße des 17. juni 145,eine tagung zu einem meiner lieblingsthemen, nämlich den großbauten der 60er und 70er jahre statt.

hier der text vom flyer:

„In den späten 60ern und vor allem den 70er Jahren entstanden deutschlandweit Großbauten mit vorwiegend öffentlicher
Nutzung, darunter Kliniken, Universitäten, Rat-(Stadt-)häuser und Gerichte. Die Bauten sind in die Jahre gekommen und gelten vielen als veraltet, etwa im Hinblick auf Raumformen, Baumaterialien, Beleuchtungskonzepte und ökologische Anforderungen. Mit ihnen verbindet sich die wichtige Frage, wie wir den begründeten Anspruch auf Zukunftsfähigkeit mit der Bewahrung des konzeptionellen und ästhetischen Charakters, mit dem Respekt vor der Ästhetik und Substanz dieser Bauwerke verbinden können. Thematisch konzentriert sich diese Tagung dabei auf eine bestimmte Gebäudegruppe. Diese ist gekennzeichnet durch eine über das Übliche hinausgehend Verknüpfung mit Infrastrukturbauten. Eines der markantesten Berliner Beispiele hierfür ist das Internationale Congress Centrum (ICC), das aufgrund der bereits seit Jahren geführten Debatte um Abriss, Umbau und Sanierung den Ausgangspunkt dieser Tagung bildet. Ästhetik Funktion, Materialität, Konstruktion und der gesellschaftliche Kontext, der Großbauten wie jene der hier angesprochenen Dekaden ermöglichte, bilden zentrale Aspekte in einer Debatte, die auch die Frage nach dem identitätsstiftenden Potential dieser Bauwerke berücksichtigen muss. Angesprochen sind Bauten, die erst ‚historisch‘ werden müssen bzw. heute noch nicht in ihrer historischen Dimension akzeptiert sind. „Eine Zukunft für unsere Vergangenheit“ lautete 1975 die Formel des Europarates, die im Jahr 2012 auch die Zeugnisse der 60er und 70er Jahre miteinschließen muss.“

anmeldung braucht man nicht und is für umme, also werde ich mal hingehen.

hier ist das programm und unten der link auf den flyer, von dem ich die ganzen schönen infos rauskopiert hab.

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flyer:

http://www.kunstgeschichte.tu-berlin.de/fileadmin/user_upload/ArTUs/Materialien%20SoSe%202012/Veranstaltungen/Tagungen/Gro%C3%9Fbauten_60-70/Flyer_Grossbauten_PDF.pdf

karneval der kulturen

 

war ja gestern und da waren wir natürlich unterwegs.

da mathis zum frühstück geladen hatte, war ich erstmal da und habe gefrühstückt. haha. big propz an der stelle für die rhababerschnecken. als die gerade fertig warn, nimmt luke mir die knipse aus der hand, macht das foto und sagt: ich mach hipster, is schief ja.
das schöne bei meiner knipse ist, dass sie so eine kleine moderne ist, die pseudo tiefenschärfe bzw. unschärfe effekte in die bilder einfach reinrechnet. haha.

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naja, wir sind dann raus auf die gneisenau, ersmal ’n bisschen gucken usw.   dann zu ner freundin, die im 5ten wohnt. von oben  einen anderen blick auf das getümmel bekommen und ein luftpferdchen entdeckt.

 

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luke meint nur, guck mal wie nice die laternen von hier sind. unten schlicht und oben aufgeprollt. hab ich auch mal ’n foto von gemacht.

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dann wieder runter und über den karneval gestullt.

die knipse hat ausserdem einen panorama modus . wenn man, die bewegung, nicht wie vorgeschrieben, gerade von links nach rechts macht, sondern noch ein bisschen hoch und runter geht, tanzen die häuser den boogie.

 

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Image Hosted by ImageShack.usmittenwalder ecke gneisenau auf ne laterne geklettert fürn perspektivwechsel und zack wen seh ich? kism oben aufm balkon von mc fitti seim corner der kulturen. hab ick mir ja die richtige kreuzung ausgesucht. schön zu 30° oben auf der laterne gechillt und paar fotos geknipst.

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nachdem ich auf alle laternen auf der kreuzung geklettert bin, war ich des trubels überdrüssig und wollte ein bisschen entspannen. also haick mir meine maschine geschnappt und bin los pedaliert.

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war natürlich schwierig bei den ganzen leuten, also’n umweg, hintenrum gefahren, an der st. johannes basilika vorbei

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und plötzlich am tempelhofer feld gelandet. cool.

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yieah.

weite.ruhe.sonne.

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die ganze zeit, auf der maschine, nicht abgesessen, allet im fahren geknipst.

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fernsehkummer? ich liebe diese werbungen, die über die ganze wand gemalt sind.

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nachdem ich da einmal rundrum und hin und her gefahren bin, war auch gut und ich bin nach hause.

moderne geisterstädte

letzte woche wurde die ausstellung „moderne geisterstädte“ in der gallerie des architekturmuseums eröffnet und da hab ich natürlich ma vorbei geguckt.

die ausstellung, von brigitte schulz kuratiert zur bauwelt ausgabe 188, stellt fünf verschiedene moderne geisterstädte vor und beschäftigt sich mit der frage, warum menschen ihre städte verlassen und wie die zukunft aktueller metropolen aussehen kann?

pripjat – die ehemalige vorzeige siedlung der arbeiter des atomkraftwerks tschernobyl

hashima – die insel wurde zwischen 1887 und 1974 genutzt um unterseeisch kohle abzubauen. heute
dient sie als filmkulisse und inspiration für mangas.

new ordos“ – die chinesische stadt am rande der wüste gobi ist für 300.000 Menschen
ausgelegt und angeblich sind alle WE verkauft, es wohnt aber trotzdem
niemand da. die stadt steht für den wirtschaftlichen aufschwung und die
moderne des landes…soll stehen….naja wenn man’s kann wa.

neft dashlari – die aserbaidjanische inselstadt im kaspischen meer wurde von den sowjets gebaut, war
die erste und ist immer noch größte ölplattform der welt. zu neft dashlari wird
auch der dokumentarfilm „oil rocks“ von Marc Wolfensberger gezeigt.

varosha – der ehemalige tourismusort ist seit 1974 politisches druckmittel im zypernkonflikt
und wird immer noch vom türkischen militär bewacht.

ausserdem wird noch groß ankhor vorgestellt, die wohl größte siedlung der vorindustriellen zeit. die millionenstadt der khmer verfügte über ein ausgeklügeltes bewässerungssystem und wurde wahrscheinlich aufgrund von klimatischen veränderungen verlassen.

jede siedlung wird auf jeweils drei großen plakaten thematisiert, das heißt es gibt viel text, aber auch schöne bilder und kartenmaterial. ist aber nicht anstrengend, da alles aber wirklich gut aufbereitet und dargestellt ist. zu ende der wird noch auf bedrohungsszenarien verschiedener aktueller metropolen hingewiesen.

die ausstellung befindet sich in der gallerie des archtekturmuseums, hat noch bis zum 16.08.12 von montag bis donnerstag, 12-16 Uhr geöffnet und ist für umme. macht spass, ist interessant, kann man machen!

Straße des 17. Juni 150
am Ernst-Reuter-Platz
Raum A K176 (im Keller)