…auf erkundungstour

Wir gehen diesen Freitag, 06.07.12 auf Erkundungstour durchs ICC. Stephan Ruppel von der Messe Berlin ist so freundlich und führt uns durch das Congress Centrum.

Es sind noch 5 Plätze frei. Wer noch mit will, melde sich bitte unter pickelstone@gmail.com oder hinterlasse einen Kommentar. Ach so und bitte bald, weil ich muss eine Teilnehmerliste abgeben.

Das die Führung allein schon optisch interessant wird, dürfte wohl bei Betrachtung einiger Bilder aus dem Inneren des Gebäudes klar sein. Von Außen ist das Gebäude ja sowieso für viele Berliner ein fester Bestandteil der städtischen Identität.

Der untenstehende Link verweist auf ein Video der Strabag aus dem Bauforum. Der Film, der den 51. Deutschen Betontag zum Aufhänger nimmt, zeigt die Entstehungsgeschichte des ICC’s und den Flavor im Westberlin der 1970er Jahre. Sehr schön erklärt uns der Architekt Ralf Schüler, wie er das Gebäude konzipiert hat.

Alle Fotos sind öffentliche Pressefotos der Messe Berlin:
http://www.icc-berlin.de/Presse-Service/Fotos/index.jsp

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Link zum Video:

http://www.bauforum24.tv/strabag-icc-berlin-1979-71/

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guggenheim keck?…

Vorgestern habe ich mich aufgeregt. Ich hatte meine Sachen gepackt und wollte aus dem Haus gehen, da fiel mir auf das mein Fahrrad ja gar nicht im Hof steht sondern in in der Werkstatt. Ieeh, musste ich also den Bus nehmen.
Also raus auf die Street und zum M-twentyninerGhettoliner. Während meiner Fahrt sind mir mehrere Plakate mit Fragen aufgefallen, die ich gerade in meiner Situation nicht dumm fand. Fragen à la „Wieso müssen wir so viel Zeit aufwenden um von A nach B zu kommen?“ oder “ Warum machen wir nicht mehr selbst, anstatt ständig neues zu kaufen?“
Bei näherer Betrachtung konnte ich erkennen, dass die Plakate für das neue, viel debatierte Guggenheim Lab werben. Nun gut, die Diskussion habe ich nicht wirklich mitverfolgt und ich habe auch jetzt keine sonderlich große Lust, die ganzen Artikel nachzulesen.

Ein kurzer Blick auf den Blog „Guggenheim Lab verhindern“ verrät jedoch

„für den Kiez bedeutet das geplante „Lab“ eine weitere Aufwertung und eine Beschleunigung der ohnehin schon rasanten Mietsteigerungs- und Verdrängungsspirale. BMW hofft auf einen fetten Image-Zugewinn, und der Grundstückseigentümer natürlich auf eine schöne Wertsteigerung seines Grundstückes, auf dem in nicht so ferner Zukunft Luxuswohnungen entstehen sollen.“
( http://bmwlabverhindern.blogsport.de/hintergrund/ )

Ich glaube, zu dem Zeitpunkt sollte das mobile Labor zur Erforschung urbanen Stadtlebens noch nach Kreuzberg, jetzte ist es ja in Pberg angekommen.

Nun gut, Diskussionsbedarf besteht sicher. Ich hab mich damit noch nicht wirklich auseinander gesetzt, aber anstelle jetzte zu lesen und das dann wiedergekäut hier noch mal auszuspucken, geh ich selbst mal vorbei und gucks mir an das coole Läb.

Ich weiß noch nicht wann ich’s schaff, aber werdet davon hören.

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im naturschutzgebiet südgelände…

Am Sonntag sind wa runter nach Südberlin ins Naturschutzgebiet gefahrn.
Kannt ich auch nicht. Nennt sich Südgelände. Lohnt sich.
Auf dem ehemaligen Gelände des Rangierbahnhofs Tempelhof hat sich nach der Stilllegung (oha drei L’s)
die Natur wieder breit gemacht und weil ein paar aufmerksame Bürger sich in einer Bürgerinitiative zusammen gefunden haben, wurde irgendwann daraus das Naturschutzgebiet. Dafür drei Daumen hoch an die Bürgerinitiative.

Man sieht überall noch Relikte der vergangenen Zeit wie zB diese ziemlich ziemlich große Dampflok, den Wasserturm oder irgendwelche Weichenstellgeräte.

Wir haben kurz ne Führung mitgemacht, sind dann aber doch lieber alleine durch die Natur flaniert.
Zunächst kommt man am Wasserturm vorbei, da war sone Art Kinderfest usw. das war uns aber egal, wir sind direkt rein über die Wiesen in den Wald.

Eine Künstlergruppe hat die Wege und einige Objekte wie diese Eule gestaltet. Die Objekte sowie die Wegweiser usw. passen sich gut in die Industrieromantik der verbleibenden Elemente des Rangierbahnhofs ein. Wirkt nicht aufdringlich, angenehm.

Die Parkanlagen sind auf eine sehr angenehme Art und Weise in die Wald und Wiesenlandschaft integriert. Man merkt das bei der Gestaltung mitgedacht wurde und die Designer den Ort selbst erlebt haben. Die Wege sind behinderten gerecht und entweder aus Metallgittern oder diesem Borken/Rindenmaterial, auf dem man sehr gut barfuss gehen kann. Insgesamt gibt es einen kleinen Rundweg von 1 km und einen großen von 2,7 km.

Die anderen Wege sind auf die alten Schienen aufgebockt. Die Tiere und Pflanzen können somit weitermachen was sie so machen, ohne das der Mensch sie sonderlich stört bzw. ihnen Barrieren in den Weg legt. Auch hierfür drei Daumen hoch!

Die Schafe werden einmal im Jahr geholt um die Wiese n bisschen abgzugrasen, damit die nicht auch zu Wald wird.

Auf dieser großen Drehscheibe, wurden früher die Züge gedreht.

Naja guckt ma selbst n bisschen…

Wird der Rubinienwald am noch menschlich „geschützt“, also beschnitten und geguckt, dass sich die Eichen nicht wie die Gangster ausbreiten und den anderen Pflanzen das Licht wegnehmen. Gibt es hinten einen Urwald, der sich selbst überlassen wird. Übrigens, die Rubinie, so viel hab ich von der Führung behalten, wird auch falsche Akazie genannt. Das was wir uns gerne als Akazienhonig ums Maul schmieren, ist kein Akazienhonig sonder eigentlich Rubinienhonig…

Die S-Bahn fährt natürlich nicht mitten durchs Naturschutzgebiet, aber neben dran vorbei.


Wer zwischen den Blättern durchguckt kann hin und wieder anderes im Südberliner Industriegebiet entdecken, hier zB. der jute Schultheiß.

So wen’s interessiert kann mal vorbei gucken. War sehr angenehm und entspannend. Wir haben sogar ne kleine Eidechse gesehen, die war aber zu schnell um fotografiert zu werden.

Kostet 1 Euro Erhaltungskosten Eintritt, was gerechtfertig ist.

Hin kommt man mit dem ÖPNV, S Bhf. Priesterweg (S2, S25), Bus 70, 246, X 76, M 76 – Am Prellerweg, oder aber natürlich mitm Fahrrad.

Hier noch mal der offizielle Link von GrünBerlin :

http://www.gruen-berlin.de/parks-gaerten/natur-park-suedgelaende/uebersicht/